Rye Knights U-11 Soccer Team in Germany During World Cup

By Bob Clyatt
The Rye Knights U-11 Soccer Team has just returned from an exciting trip to Germany during the World Cup in late June. Playing against German teams, watching World Cup games live on HDTV and forming friendships with German players marked the 5-day trip, organized by Rye resident and Coach Dirk Luenzer and his wife, Beate. "Seeing the World Cup matches and playing against the German youth teams gave our players a new appreciation for passing, positioning and how to use the space on the bigger field they will soon begin playing on", noted Coach Dirk.

The Luenzers spent nearly 6 months planning and organizing the trip for 22 Rye players, six coaches and additional parents. The players camped out on the grounds of the VFL Football Club, Luenzer's boyhood soccer club in Lauterbach, a picturesque town about the size of Rye, set among rolling hills and wind turbines 80 miles northeast of Frankfurt. With 4 matches against local teams and a constant series of pick-up games, plus meals brought by local families and nightly bonfires there was plenty of opportunity for Rye team members to socialize and pick up pointers from the stronger German players. "These kids play nothing but soccer, every day, year-round", reminded Luenzer. By the end of the week, though, the Rye team had improved enough to start making some consistent goals and fending off the brunt of the German teams' well-coordinated offensives.

"Being in a foreign country really reinforces the international aspect of this game", noted Pascal Pinson, Rye Knights coach, applauding the friendships being built between the German kids and the 6 or 7 nationalities on the Rye team. "I think the biggest eye-opener for the German kids is to see our American kids as they really are separate from the "super-power" image German kids always had of Americans", noted Coach Dirk. For his part, though, team member Bobby Linton learned one indelible lesson from the week: "More Passing, Less Running!"

With the hard work of Dirk and Beate Luenzer, and the concerted efforts and hospitality of the VFL Football Club and it's President, Steffen Pluta and President emeritus, Willi Luenzer, the Rye Knights hope to be able to return to Lauterbach in the coming years to continue building skills and friendships around the great game of Football.

"Unbezahlbare Erinnerungen"

Von unserem Redakteur Walter Kreuzer | Fuldaer Zeitung


"Headcoach" Dirk Lünzer (hinten in der Mitte) mit seinen Spielern.
Foto: Walter Kreuzer

LAUTERBACH | Das Haar ist kürzer geworden. Wenn er spricht ist hin und wieder ein Anflug von amerikanischen Akzent zu erahnen. Nicht geändert hat sich in den zehn Jahren, die Dirk Lünzer in Rye, 30 Minuten nördlich von New York, lebt, seine Vorliebe für den Fußball. Während der WM besucht der ehemalige Torjäger des VfL Lauterbach, der bei Ziegenhain und Hersfeld in der Oberliga sowie bei Borussia Fulda und Germania Frankfurt in der Landesliga kickte, die alte Heimat. Darauf angesprochen, was das Leben in dem wohlhabenden Vorort von New York von dem in Deutschland besonders unterscheidet, nennt er die Kinderfreundlichkeit und leitet zu seinem Lieblingsthema über: "Das internationale Flair ist fantastisch. In dieser Region leben zahlreiche Kulturen friedlich zusammen." Und es weckt bei Lünzer Erinnerungen an die eigene Jugend, "die unbezahlbar sind". Damit meint er die Vereinsausflüge in die französische Partnerstadt Lezignan.

Vor diesem Hintergrund ist seine Idee zu sehen, die sowohl beim VfL als auch in Rye, wo er sich im Youth Soccer (Jugendfußballverein) alsTrainer der U 11 engagiert, auf offene Ohren stieß: Eine Reise nach Lauterbach. 22 der 36 in drei Teams spielenden Jungs sind dabei, begleitet von 16 Erwachsenen. Im Mittelpunkt des Trainingscamps stand neben dem Fußball die Begegnung.

Lünzer, der sich nach Jahren als Devisenhändler 2005 als Finanzberater selbstständig gemacht hat und "in den nächsten zwölf Monaten vielleicht nach Hessen zurückkehren und ins Trainergeschäft einsteigen" will, ist zufrieden: "Trotz der Sprachbarriere gab es keine Berührungsängste. Und beim Turnier am Sonntag wurde unsere Mannschaft lautstark angefeuert." Dabei legten sich auch die Lauterbacher und Petersberger "Gegner" mächtig ins Zeug, während Dirk Lünzer als "Headcoach" vor allem seine Fähigkeiten als Motivator auspacken musste.

Diese ist in Rye besonders gefordert, da der Fußball hinter Baseball, American Football, Hockey und Basketball allenfalls die Sportart Nummer fünf ist. Lünzer: "Wir haben eine riesige Resonanz bei den Fünfjährigen. Da fangen 60 bis 70 Jungs pro Jahrgang an. Bei den zwölf- bis 14-Jährigen sind aber nur noch 20 Prozent übrig, die sich für Fußball entscheiden. Die Herausforderung für uns Trainer ist es, diese Jungs auf das College vorzubereiten, wo die besten Spieler Stipendien bekommen."

Welche Bedeutung persönliche Erfolge haben, weiß der 39-Jährige, der in den vergangenen Jahren sowohl in den USA als auch in Deutschland Trainerscheine erworben hat, aus eigener Erfahrung. Er selbst musste sich zwischen Fußball und Eishockey entscheiden: "Den Ausschlag gab, dass ich als 17-Jähriger in der Bezirksoberliga 23 oder 24 Tore schoss." Die Folge waren Angebote von Ziegenhain und Hersfeld, wo er "in den halbprofessionellen Bereich" schnuppern konnte. Knieverletzungen warfen ihn zurück und der Beruf als Bankkaufmann rückte mehr und mehr in den Vordergrund, ehe er 1996 mit seiner Frau Beate und dem damals ein jährigen Sohn Felix das Abenteuer USA antrat. Inzwischen wird die Familie durch Sohn Niklas (9) vervollständigt.

 

"Motivation macht den Unterschied"

Dirk Lünzer

Dirk Lünzer über Fußball in USA und Deutschland

Von unserem Redakteur Walter Kreuzer | Fuldaer Zeitung

FULDA |  Seit seinem Amtsantritt als Bundestrainer vor zwei Jahren musste sich Jürgen Klinsmann viel Kritik gefallen lassen, unter anderem wegen seiner "amerikanischen" Methoden.

Der gebürtige Lauterbacher Dirk Lünzer, einst als Fußballer für Ziegenhain, Hessen Hersfeld und Borussia Fulda in Ober- und Landesliga aktiv, lebt seit zehn Jahren in der Nähe von New York und hat sowohl amerikanische als auch deutsche Trainerscheine - und bekennt sich offen dazu, ein Fan von Klinsmann zu sein. "Die Trainingslehre ist hier wie dort die gleiche. Die Jungs sind im physischen Bereich auf dem gleichen Niveau. Der Unterschied besteht darin, wie die Mannschaft eingestellt wird", erklärt Lünzer
und verweist darauf, dass das Ausbildungssystem in den USA in den 70er Jahren von Dettmar Cramer eingeführt wurde: "Es sind die gleichen spielerischen Elemente und fordert viele Ballkontakte."

"Mit der jetzt ausgelösten Euphorie könne die deutsche Mannschaft manche spielerischen Schwächen ausgleichen." Das sei ein Verdienst Klinsmanns, "weil er sich klar abgrenzt und der Mannschaft sagt, was er kann. Er ist für die Einstellung und Motivation der Spieler zuständig, während er die taktischen Fragen und das Training an Joachim Löw delegiert hat", erläutert Lünzer, wie der Bundestrainer sich den Rücken frei hält.

So kommt die Überzeugung des 39-Jährigen nicht überraschend: "Deutschland wird Weltmeister. Der überschwappende Rückhalt der ganzen Nation sorgt dafür, dass jeder Gegner Angst hat, gegen Deutschland zu spielen." Von Vorteil sei zudem, dass Deutschland keine Superstars hat. "Mir hat auch gefallen, dass Klinsmann Michael Ballack schon zu Anfang seine Grenzen aufgezeigt hat. Das bringt das Team nach vorne und schafft den jungen Talenten Freiräume."

Das Ausscheiden der amerikanischen Mannschaft nach der Vorrunde überrascht Lünzer nicht. Schließlich gesteht er der nordamerikanischen Profiliga, in der "einige Altstars und junge Talente spielen, die von den europäischen Clubs übernommen werden", allenfalls "mittleres bis oberes Zweitliganiveau" zu. Ein Grund dürfte im mangelhaften Unterbau zu sehen sein. Einen Spielbetrieb mit Vereinen gibt es nur auf Bezirksebene, ab der Jugend werden Auswahlteams gebildet. Und aus denen ziehen die Collegeteams, die unterhalb der Profiliga anzusiedeln sind, ihre Leute. Angesichts von Studiengebühren von umgerechnet 20 000 bis 25 000 Euro pro Jahr, sind die mit einem Platz im Schulteam verbundenen Stipendien bei talentierten Sportlern sehr begehrt.